Nera Water


Infos und Details.

Die Wasserwerke liefern das Trinkwasser in jedes Haus. Dabei werden die strengen gesetzlichen Vorschriften des Lebensmittelgesetzes und der Trinkwasserverordnung garantiert.

Doch nicht immer erreicht das qualitativ einwandfreie Trinkwasser auch die Endverbraucher im bewohnten Haus. Vielfach sind Wasserverunreinigungen durch Mikroorganismen die Ursache für die begrenzte Nutzbarkeit der Ressource Wasser. Mikrobiologische Belastungen wie Bakterien, Viren, Pilze und Sporen im Trinkwasserinstallationssystem oder in der Trinkwasseraufbereitung gefährden häufig die Gesundheit der Bewohner. Bakterienstämme wie E. coli, Campylobacter, Salmonellen, Legionellen und Listerien sowie hartnäckige Biofilme, welche man oftmals in Rohrleitungen vorfindet, sorgen immer wieder für Zwischenfälle in der Trink- und Brauchwasserversorgung bzw. Lebens- und Getränkeindustrie.

Große Liegenschaften wie Mehrfamilienhäuser, Hotels, Spitäler und Altersheime aber auch Sportanlagen, Hallenbäder und öffentliche sowie industrielle Objekte sind besonders von Problemen dieser Art betroffen.

  • Anwendungsgebiete

    Trinkwasserdesinfektion

    Durch gezielte, permanente Eindosierung geringster Mengen von Nera Water in Trinkwasser kann das Wasser permanent keimfrei gehalten werden.

    Die Applikation sowie nötige Kontrollverfahren und Eindosierungsraten sind von Fall zu Fall messtechnisch zu prüfen und mit den landesüblichen Trinkwasserverordnungen abzustimmen. Die Kontrollverfahren entsprechen gängigen industriellen Standards und umfassen Messparameter wie beispielsweise die Erhebung von pH, ORP, FACs, Leitfähigkeit u.v.m.

    Im Gegensatz zu herkömmlichen Trinkwasserdesinfektionsverfahren wird a) die Desinfektionswirkung durch das Vorhandensein eines metastabilen Wirkstoffcocktails hoch-oxidierender Bestandteile verbessert und b) das Hantieren mit gefährlichen Ausgangsmaterialien (toxisch, entflammbar, explosiv) vermieden.

     

    Abbau von Biofilmen

    Biofilme bilden sich in wässrigen Systemen, wenn sich Mikroorganismen an deren Grenzflächen ansiedeln. Der Biofilm selbst besteht neben den darin lebenden Bakterien aus einem Hydrogel, welches sich aus Wasser und extrazellulären polymeren Substanzen (Polysaccharide, Proteine, Lipide, Nucleinsäuren), welche die Mikroorganismen selbst ausscheiden, zusammensetzt.

    Die schleimartige Matrix des Biofilms dient als Schutz, Lebensraum und Nährboden für die Bakterien. Durch metabolische Aktivität in Biofilmen können Korrosionsprozesse der Substrate initiiert bzw. begünstigt werden. Man spricht von mikrobiell beeinflusster Korrosion (MIC = microbially influenced corrosion). Insbesondere ist diesbezüglich die Aktivität von sulphidogenen Bakterien zu erwähnen.

    Sowohl der Prozess der Biofilmbildung (=Micro-Biofouling) als auch MIC können zu hohen Kosten in privaten, kommerziellen, öffentlichen und industriellen Infrastrukturen führen. Somit besteht ein großer Bedarf an Verfahren und Wirkstoffen, welche effizient Biofilme abtöten sowie abzubauen in der Lage sind.

    Die Forschung hat jedoch gezeigt, dass Mikroorganismen, welche in Biofilmen gedeihen, signifikant höhere Resistenzen gegen die meisten zurzeit bekannten antimikrobiellen Wirkstoffe zeigen. Methoden, welche Biofilmbildung vermeiden oder aber bestehende Biofilme abtöten und abzubauen vermögen sind somit sehr gefragt.

    Viele Biozide und Antibiotika müssen in hohen Dosen eingesetzt werden um nicht mehr als mäßigen Erfolg im Kampf gegen Biofilme zu zeigen. Diese Stoffe sind vielfach ökologisch und toxikologisch bedenklich und wenig ist bekannt über die biologische Abbaubarkeit der Biozide in natürlichen Wassersystemen.

    Zur vollständigen Abtötung und Abbau von Biofilmen mit Nera Water ist lediglich die permanente Eindosierung der Desinfektionsflüssigkeit gemäß der landesüblichen Trinkwasserverordnung zur Trinkwasserdesinfektion nötig. Der Wirkstoffcocktail der Nera-Produkte dringt in den Biofilm ein, tötet die Bakterien ab und führt – im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren – zu einem vollständigen Abbau des Biofilms.

    Außerdem sorgt die permanente Eindosierung, dass sich kein weiterer Biofilmbesatz bilden kann. Im Rahmen des Biofilmabbaus ist jedoch darauf zu achten, den Prozess permanent messtechnisch zu begleiten da durch das lösen des Films zeitweise erhöhte Keimzahl im Wasser auftreten können.

    Die Applikation sowie nötige Kontrollverfahren und Eindosierungsraten sind von Fall zu Fall messtechnisch zu prüfen und mit den landesüblichen Trinkwasserverordnungen abzustimmen.

     

    Legionellenbekämpfung

    Legionellen wurden 1976 entdeckt, als Teilnehmer eines Kongresses der American Legion in Philadelphia akut an der bis dahin unbekannten Bakterie Legionella pneumophila erkrankten. Von 4000 Teilnehmern erkrankten 182 Personen an schwerer Pneumonie und 29 Todesopfer mussten beklagt werden.

    Die Krankheit wurde als Legionärskrankheit bekannt. Als Hauptinfektionsweg ist das Einatmen erregerhaltiger, lungengängiger Aerosole aus dem Warmwasserbereich anzusehen. Somit stellen insbesondere Duschen aber auch Aerosole am Wasserhahn Gefahrenquellen dar. Weiterhin gewinnen Legionellen als Krankheitserreger auch im direkten Schwimmbeckenbereich zunehmend an Bedeutung, wo neben Whirlpools auch sonstige mit einer Wasserversprühung oder -verrieselung versehene Anlagen wie künstliche Wasserfälle, Fontänen und auch Rutschen eine Rolle spielen können.

    Ebenso ist eine Legionellenübertragung über Aerosole von Kühltürmen und Klimaanlagen möglich.
    Legionellen leben von Natur aus im Wasser und gedeihen optimal unter warmen Bedingungen (z. B. Warmwasserspeicher). Die Rohrleitungen größerer Gebäude wie z. B. Hotelanlagen, Wohnanlagen, Krankenhäuser oder aber öffentliche Einrichtungen bieten Legionellen optimale Wachstumsbedingungen. Vermehrungsorte für Legionellen sind beispielsweise Biofilme, die bevorzugt gebildet werden, wenn große Oberflächen vorhanden sind, wie z.B. in Filtern oder in zusätzlichen Ablagerungen durch Kalkausfall, Schlämme oder Korrosionsprodukte. In derartigen Biofilmen können Legionellen wirkungsvoll durch zusätzlich produzierte Schleimsubstanzen vor Desinfektionsmaßnahmen geschützt überleben.

    Nera Water bekämpft Legionellenbildung effizient.

    Die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) beispielsweise schreibt in ihrer aktuellen Fassung (10. März 2016) eine regelmäßige Untersuchungspflicht auf Legionellen vor.

    Diese betrifft alle Unternehmer und sonstigen Inhaber von Trinkwasser-Installationen mit Großanlagen zur Trinkwassererwärmung, sofern dieses Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen und/oder öffentlichen Tätigkeit genutzt wird und es zu einer Vernebelung des Trinkwassers (z. B. in Duschen) kommt.

    Als öffentliche Betreiber von Großanlagen zur Trinkwassererwärmung gelten dabei Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Hotels und Pflegeheime. Diese Einrichtungen sind verpflichtet, einmal jährlich an mehreren repräsentativen Probennahmestellen auf Legionellen untersuchen zu lassen. Neu ist die erst seit Ende 2011 bestehende Untersuchungspflicht für weitere Gruppen, unter anderem für Besitzer/Vermieter von Mehrfamilienhäusern, Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen. Für diese beträgt das geforderte Untersuchungsintervall drei Jahre.

     

    Landwirtschaft

    Nera Water kann im landwirtschaftlichen Sektor genutzt werden für

    1. Wasserdesinfektion in Rohren, Reservoirs und Tränken
    2. Biofilmabbau in Bewässerungssystemen für Tiere und Pflanzen

     

     

  • Produkteigenschaften

    Nera Water wirkt

    • bakterizid,
    • sporozid,
    • fungizid (& levurozid) sowie
    • viruzid

    und entfernt Biofilme.

    Nera Water wirkt

    • breitbandig
    • sicher und schnell sowie
    • ohne Resistenzen.

    Nera Water ist vollständig wasserbasiert und bestehen aus etwa 99,5 % Wasser. Es ist umweltfreundlich (ökologisch unbedenklich) und kann zu 100% biologisch abgebaut werden.

    Nera Water ist

    • alkoholfrei,
    • aldehydfrei,
    • phenolfrei
    • lösungsmittelfrei,
    • duftstofffrei
    • farbstofffrei
    • zusatzstofffrei
    • antiallergen sowie
    • pH-neutral.

    Das Ausgangsprodukt, die Produkte sowie Zerfallsprodukte sind

    • ökologisch & biologisch unbedenklich
    • nicht entflammbar
    • nicht explosiv
    • nicht gesundheitsgefährdend.
  • Dosierung & Anwendung

    Eindosierung: siehe technisches Datenblatt
    Art der Anwendung: Inline-Dosierung
    Dauer der Anwendung: im Regelfall permanent; siehe technisches Datenblatt

    In Bezug auf die gesetzlichen Richtlinien in Österreich und Deutschland sowie technische Produkteckdaten sei auf das entsprechende Technische Datenblatt verwiesen.

    In Bezug auf Fragen rund um Produktsicherheit sei auf das Sicherheitsdatenblatt verwiesen.

  • Produktpalette

    Art.Nr.Menge [l]InhaltName
    100.101.55KWater
    100.101.1010KWater
    100.101.2020KWater
    100.101.600600KWater

    Inhalt: K… Konzentrat; G… Gebrauchsfertig